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Sommerkonzert der Münchner Symphoniker

am 10.06.2018, um 19:00 Uhr

Sein Motto „Never gonna fall in love again“ verdankt das Sommerkonzert der Münchner Symphoniker eigentlich – wenn man es genau nimmt - einem Diebstahl. Zumindest einer Art Ideenklau. Denn die Melodie, auf die Eric Carmen 1976 diese Zeilen seines Hits sang, stammen gar nicht von ihm sondern von Sergej Rachmaninow. Wenn Sie also im langsamen Satz von Rachmaninows 2. Sinfonie ein kleines bisschen „Never gonna fall in love again“ zu hören glauben oder gar mitsummen, liegen Sie genau richtig. In diesem Konzert können Sie aber auch den ‚Rest‘ der Sinfonie also das Original hören. Es ist eines der sinfonischen Hauptwerke von Rachmaninow und entstand übrigens in Dresden in einer sehr glücklichen und produktiven Zeit im Leben des russischen Komponisten. 
Ihre Tonart e-Moll verbindet Rachmaninows zweite Sinfonie mit dem Werk, das im ersten Teil des Konzerts erklingt: mit Victor Herberts Violoncellokonzert. Es ist so eindrucksvoll und schön, dass Antonín Dvorák, als dieser es in New York hörte, ausrief „famos! famos! ganz famos!“ und ihn sofort inspirierte. So liest man über dieses Werk meist nur, dass es die Inspirationsquelle für eines der bedeutendsten Werke der Celloliteratur war. Über Herberts Konzert selbst aber liest man wenig. Auch findet es sich fast nie auf einem Programm und ist doch eine so reizvolle Rarität, ja eine regelrechte Neuentdeckung im Repertoire für Violoncello. Der gebürtige Ire hatte seine musikalische Ausbildung in Stuttgart genossen und war als junger Mann in die „Neue Welt“ nach New York übergesiedelt. Dort war Herbert als Cellist, Dirigent und Komponist tätig und schließlich auch einer der ersten, die sich von der neuen Technologie Film faszinieren ließen und für dieses Medium komponierten. Als Operettenkomponist und als eine der inspirierendsten Musikerpersönlichkeiten in den USA der Jahrhundertwende prägte Herbert das Musikleben Amerikas. Und wenn man in seinem wunderschönen zweiten Violoncellokonzert genau hinhört, so atmet seine Musik stets etwas von Broadway-Luft. Einen Hauch zumindest… 
Der in Augsburg geborene Cellist Maximilian Hornung tritt in Victor Herberts Konzert als Solist auf. Über den zweifachen ECHO-Preisträger schrieb die ZEIT, er sei „von einem anderen Stern. Ein Frühvollendeter, der die Abgebrühtheit eines Routiniers mit der Unbekümmertheit des Springinsfelds verbindet.“

Programm
Victor Herbert: Konzert für Violoncello und Orchester Nr. 2 e-Moll op. 30
Sergej Rachmaninow: Sinfonie Nr. 2 e-Moll op. 27

Ausführende
Maximilian Hornung | Violoncello
Münchner Symphoniker
Kevin John Edusei | Dirigent


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